Das Wesen der Ragdoll

Ein Hund in Katzengestalt? Die Ragdoll ist anhänglich wie ein Hund, sehr menschenbezogen, möchte vollwertiges Familienmitglied sein, ohne dabei aufdringlich zu werden. Sie apportiert gerne und es ist ein leichtes es ihr beizubringen.

Die Ragdoll ist sehr neugierig, kaum wird es geschafft eine Schranktüre rechtzeitig zu schließen. Verschlossene Zimmertüren hinter dem die Ragdoll ihren Menschen vermutet wird zur Zerreißprobe des Gehöhrs, oder dem Holz der Türe ;-)

Ragdolls sind sanfte Riesen die unglaublich gutmütig sind, ohne dabei langweilig zu sein. Sie schaffen einen herrlichen Ausgleich zu dem sonst so 'stressigen Leben'.

Mit anderen Katzen und katzengewöhnten Hunden kommen Ragdolls erfahrungsgemäß sehr gut aus, da sie sehr sozial sind. Die Ragdoll ist freundlich und offen und wird, wenn sie keine schlechten Erfahrungen gemacht hat, innige Freundschaften mit Kindern schließen.

Aufgrund ihres ausgeglichenen und gutmütigen Wesens eignet sich die Ragdoll hervorragend als Wohnungskatze. Einen katzensicheren Balkon oder ein Freigehege nimmt sie aber auch liebend gerne an. Da sie sehr vertrauensselig ist, empfiehlt es sich, keinen unkontrollierten Freilauf zu gewähren.

 

Das Aussehen der Ragdoll


Die Ragdoll ist eine ausschließlich blauäugige, mittelgroße Masken- oder Pointkatze, mit muskulösem Körperbau und kräftiger Knochenstruktur. Sie kommt in den drei traditionellen Zeichnungsvarianten: Bicolour, Mitted und Colourpoint sowie in den Farben seal und blue vor.

Bicolour ist die Ragdollvariante mit dem größten Weißanteil. Auffällig ist das umgekehrte "V" im Gesicht.

 


Die Ragdoll mit dem zweitgrößten Weißanteil ist die
Mitted. Sie wird von Katzenfreunden häufig mit der Heiligen Birma verwechselt. Das liegt daran, dass sie sich auf den ersten Blick ähnlich sind. Bei genauerer Betrachtung sieht man aber deutlich die Unterschiede zwischen den Beiden. Die Mitted zeigt an den Vorderbeinen weiße Handschuhe und an den Hinterbeinen weiße "Stiefel". Außerdem hat die Ragdoll ein weißes Kinn.

 

 

 


Die Ragdoll-Colourpoint darf keine weiße Farbe zeigen. Die Farbverteilung ist dieselbe wie bei der Perser-Colourpoint oder der Siamkatze. Der Unterschied liegt hier lediglich im Körperbau, dem Kopftyp und der Felllänge.

 

 

 

 


Größe und Gewicht der Ragdoll

 

Die Ragdoll soll mittelgroß und kräftig sein. Der Körperbau soll aber insgesamt harmonisch wirken. Kater sind deutlich größer als Kätzinnen. Ein normalgewichtiger Kater wird meist ein Gewicht von 6 - 8 kg und eine normalgewichtige Kätzin ein Gewicht von 4 - 5 kg nicht überschreiten. Kastraten hingegen können 1 - 2 kg mehr auf die Waage bringen. Häufig hört man von Ragdollkatern die 12 kg wiegen sollen. Solche Gewichte sind aber eher die Ausnahme. Sicherlich wird es die ein oder andere Ragdoll geben, die die eben beschriebenen Normalgewichte überschreitet, ohne dick zu sein.

 

Gewicht und Größe sollte nicht zusammen in einen Topf geworfen werden. Gewicht sagt nicht unbedingt etwas über die Größe einer Katze aus. Eine übergewichtige und vom Körperbau her eher zierliche Ragdoll kann schließlich das gleiche Gewicht haben, wie eine normalgewichtige kräftig gebaute Ragdoll. Die Lebensqualität einer übergewichtigen Katze ist allerdings deutlich eingeschränkt und dessen sollte sich jeder Katzenbesitzer bewusst sein.

 

 

Entwicklung


Die Entwicklung dieser Maskenkatze verläuft langsam und so richtig "fertig" ist sie erst mit vier Jahren. Natürlich gibt es da auch Unterschiede, denn einige Ragdolls entwickeln sich im 1. Lebensjahr sehr schnell, dann kommt die Entwicklung zum Stillstand und sie "füllen" sich nur noch. Andere wiederum wachsen langsam und brauchen auch gut vier Jahre bis ihre Entwicklung vollständig abgeschlossen ist.


Auch die Farbentwicklung der Ragdoll dauert lange. Die Babies kommen ganz weiß zur Welt und in den ersten Lebenstagen, färben sich bei den Colourpoints und Mitteds zunächst die Öhrchen und das Näschen dunkel ein. Die Bicolours zeigen zuerst nur an den Öhrchen Farbe; das Näschen bleibt immer rosa. Erst dann kommen langsam die Points hervor. Die Ragdoll ist oftmals erst mit 3-4 Jahren endgültig ausgefärbt.


Als Spätzünder könnte man diese bezaubernde Halblanghaarkatze schon bezeichnen, was aber auf keinen Fall negativ anzusehen ist.

 

Abschließend gilt:

Einmal Ragdoll immer Ragdoll!

 

 

Textelemente wurden teilweise von der Homepage der Interessengemeinschaft Ragdoll übernommen http://www.ig-ragdoll.de